In jedem Jahr wird in der Ehemaligen Jüdischen Schule in Leer der Schalom-Chaver-Preis verliehen. Dieser Wettbewerb zeichnet jährlich Facharbeiten aus, die sich mit Themen wie jüdischem Leben, dem deutsch-israelischen Verhältnis oder der Auseinandersetzung mit Antisemitismus beschäftigen.
Bei der vergangenen Preisverleihung am 6. November 2025 war auch Albrecht Weinberg anwesend, der nun mit 101 Jahren verstorben ist und dem wir in einem weiteren Artikel gedenken.

Mehrere Schülerinnen unserer Schule nahmen an diesem Wettbewerb teil. Sie verfassten ihre Arbeit im Rahmen des Seminarfachs „Facetten von Antisemitismus“ im Jahrgang 13 unter der Leitung von Frau Herlyn und erzielten sehr beeindruckende Ergebnisse:
1. Platz: Laureen H. „Antisemitische Propaganda als Mittel zur Legitimierung der Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland“

2. Platz: Lina S. „Antisemitismus im diachronen Vergleich am Beispiel einer Familie über drei Generationen“
(zweite von links)

Zusätzlich wurden Emma G. und Maike N. für ihre Arbeiten mit einem Buchpreis ausgezeichnet.
Der Name des Preises, Schalom Chaver, stammt aus dem Hebräischen und bedeutet übersetzt „Friede, Freund!“. Die Grußformel, die sowohl zur Begrüßung als auch zum Abschied verwendet wird, wurde international bekannt, als US-Präsident Bill Clinton sie am Grab seines ermordeten Freundes Jitzchak Rabin benutzte. Der Wettbewerb spiegelt diesen Gedanken wider: Er möchte Frieden und Freundschaft fördern, indem er junge Menschen dazu ermutigt, sich intensiv mit jüdischem Leben, interkulturellem Dialog und den Lehren der Geschichte auseinanderzusetzen.
Die Jury würdigte die Facharbeiten der Schülerinnen für ihre fundierte Recherche und die engagierte Auseinandersetzung mit den Themen. Die Veranstaltung bot eine ideale Gelegenheit, die herausragenden Arbeiten in einem würdevollen Rahmen zu präsentieren.

