Am Mittwoch, dem 14.01.2026, fand die Eröffnung der Ausstellung „Spiele, Experimente und Aha-Momente“ des Seminarfachs „Mathematik zum Anfassen“ unter der Leitung von Frau Schröder in der Ostersteg-Aula statt.
Thematisch sollte die Veranstaltung den Besuchenden eine andere Perspektive auf die Mathematik aufzeigen – fernab des Unterrichts; als festen Bestandteil von Praxis und Alltag. Den Auftakt bildete eine musikalische Einlage von Celine H., gefolgt von ein paar kurzen Worten, die die Schulleiterin Frau Wieligmann an das Publikum und die Teilnehmer des Seminarfachs richtete. Des Weiteren sprach auch die Schülerin Elena L. einleitende Worte, woraufhin ein Fachvortrag dreier Schüler folgte.
Ivo S., Julian B. und Justus H. stellten in dieser Präsentation das Thema Quaternionen vor und erklärten, wie diese Zahlen als Erweiterung der komplexen Zahlen in die vierte Dimension Rotationen im Raum beschreiben – etwa in der Robotik. Besonders beeindruckend war die grafische Darstellung auf den Folien ihrer Präsentation, die das komplexe Thema anschaulich und verständlich abbildeten.
Nach der feierlichen Eröffnung konnten die anwesenden Gäste die einzelnen Stände besuchen und mit den jeweiligen Schülern in den Dialog treten, um sich konkret über deren Themen zu informieren.
Mila B. eröffnete mit ihrem Stand einen Bereich, in dem Mathematik und Kunst aufeinandertreffen und zeigte anhand des Themas Anamorphose, wie sich mathematische Prinzipien kreativ umsetzen lassen. Bei der Anamorphose wird ein Bild nur aus einem bestimmten Blickwinkel korrekt wahrgenommen. Dies stellte sie mithilfe einer 3D-Software auf einem Plakat sowie physisch auf Glasplatten dar – von einem bestimmten Blickwinkel aus war Albert Einstein zu erkennen.
Süntje T. und Elena L. boten Einblicke in den historischen Hintergrund, die Funktionsweise und die Mathematik hinter der Enigma und stellten im MakerSpace ein Abbild der Chiffriermaschine her.
Einen weiteren Stand gestaltete Inke B. über die Bewegungsanalyse. Unterthemen waren Kinematik, Dynamik und Sportbiomechanik, um die Mathematik hinter der Analyse und Optimierung von Bewegungen zu erläutern. An einer interaktiven Station konnten die Gäste die Videoanalyse von Bewegungen testen.
Inga S. und Melina U. präsentierten verschiedene Kegelschnitte und erklärten, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sie als Hyperbel, Parabel, Kreis oder Ellipse auftreten. Zur Veranschaulichung stellten sie selbst Kegel aus Gelee her. Die Gäste konnten die Kegel zerschneiden und dabei selbst einen Kegelschnitt erzeugen.
Ein weiteres Beispiel für die praktische Anwendung der Mathematik sind Schach-KIs. Tammo H. und Elena Z. erläuterten die Funktionsweise moderner Schach-KIs und entwickelten zur Veranschaulichung sogar eine eigene, welche man vor Ort testen konnte.
Auch in der Medizin spielt Mathematik eine Rolle – etwa in der Diagnostik. Maya H. stellte an ihrem Stand die Fraktale Geometrie vor und illustrierte, wie mathematische Analyse beispielsweise die frühzeitige Erkennung von Herzerkrankungen unterstützt und Prognosen von Tumorwachstum verbessern kann.
Abschließend verließen die Gäste die Ausstellung mit neuen Eindrücken davon, wie vielfältig Mathematik sein kann – von interaktiven Kegelschnitten bis zu Anwendungen wie 3D-Visualisierung in Kunst und Technik.