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Skifreizeit Meransen

Skifreizeit Meransen 2007

 

Am verregneten Vorabend des 17.1.07 begann  um 18 Uhr unsere Reise nach Meransen, welches in Süd-Tirol liegt. Mit der Hoffnung, dass wir in ein paar Stunden heil am verschneiten Wieserhof ankommen würden, begannen wir mit dem mit Koffern und Schülern vollgeladenen Bus die lange Tour. Während der Fahrt mit dem Unternehmen „ Papenburger Kanalreisen“ wurde uns der  Komfort  unseres Transportmittels bewusst:

-2 Meter Beinfreiheit

-Massagesitze mit 5 verstellbaren Stufen

-prima Klimaanlage

Na ja… fast so. Die Mängel am Bus beeinflussten jedoch unsere gute Laune in keinster Weise. So wurde es eine fidele Fahrt. Kurz nach der Abfahrt wurden wir dann auch noch abgelichtet um den Lehrern das erlernen der Namen leichter zu gestalten.

Um den Busfahrern und uns Mal eine Pause zu gönnen, hielten wir an mehren Raststätten. Das dort am häufigsten aufgesuchte Domizil war neben der 50-Cent Toilette auch ein Ort an der frischen Luft.

So fuhren, rollten, bremsten, hupten, tranken wir und hatten viel Spaß dabei.

Nach einer langen Nachtfahrt kamen wir dann auch endlich gegen morgen am Wieserhof an. Es gab jedoch eine große Enttäuschung! Kein Schnee. Wohin man blickte nur grüne Wiesen und Tannen. Na ja, was noch nicht ist kann ja vielleicht noch werden, dachten wir...

 

Die Koffer samt Ausrüstung wurden innerhalb  kürzester Zeit aus dem Bus geladen und zum Wieserhof  gebracht. Der Wieserhof ist eine Art Jugendherberge, ausgestattet mit 2-, 3-, 4- und 6-bett Zimmern. Der kleine Skikeller am Eingang des Hauses war immer sehr vollgestellt von den vielen Skiern, so dass man gut aufpassen musste, dass man nicht auf dem nassen Boden ausrutschte.  Außerdem gab es eine Tischtennisplatte, eine Dart-Scheibe und einen Kicker an denen wir uns abends vergnügen konnten oder wir waren im Keller, ein kleiner gemütlicher Gemeinschaftsraum der sehr urig eingerichtet war. Die ganze nette Familie Fischnaller stand von morgens früh bis abends in der Küche, um uns ein leckeres Frühstück und ein sehr leckeres Abendessen zuzubereiten.  Es gab meistens mindestens 3 Gänge mit Vor- und Nachspeise und einem deftigen Hauptgang. 

Wie in Leer bereits abgesprochen, belegten dort alle Schüler und Lehrer die Zimmer. Kurz darauf versammelten sich alle Probanden im Speisezimmer und aßen sich erstmal richtig satt. Dann ging’s los... die Gruppen Verteilung Anfängern zu Anfängern und Fortgeschrittene zu Fortgeschrittenen. Anziehen und antreten, hieß es und auf zum Ski-Verleih, nachdem alle zu ihrer Zufriedenheit ausgerüstet waren, kam es endlich zum lang ersehnten Skifahren. Den Anfängern war es ernsthaft anzusehen, dass sie sehr aufgeregt und neugierig waren. Einige wenige hatten vielleicht auch Angst, doch als Thilo, Gesine, Jens, Bruni und Carsten - unsere Umwerfend bezaubernden schönen, talentierten, Ski-Lehrer auf den Skiern die ersten Schwünge zeigten waren alle begeistert. Rund ging es - bei den Anfängern und bei den Fortgeschrittenen - als sich schließlich alle am Abend zum Essen versammelten, wurde ausgiebig über den erlebten Tag philosophiert.

Jeden Abend gab es ungefähr zwei Stunden nach dem Abendessen ein gemeinsames Programm, das zum größten Teil von uns Schülern selbst organisiert wurde. Für Getränke und Nahrung war immer gesorgt.

Am ersten Abend stand natürlich das Kennenlernen der anderen Teilnehmer im Vordergrund. Dazu wurden alle Hausschuhe in die Mitte des Gemeinschaftsraumes gelegt. Anschließend mussten diese Schuhe dem jeweiligen Besitzer zugeordnet werden, der sich dann vorstellte (Zitat Santo: „Nur zwei Worte: Ich heiße Santo und das ist mein Hausschuh“).

            Am Freitag wurde ein Kicker- und Dartturnier veranstaltet, bei denen per Losverfahren zwölf Mannschaften zu je vier Leuten ermittelt wurden. Nach der Siegerehrung, abgehalten vom (noch) fitten Niklas B., gingen einige in die örtliche Disko „Nevada“. Sogar Frau Gräb und Herr Mocha waren dabei und tanzten mit.

Samstag stand der Spieleabend auf dem Programm. Dabei wurden drei Gruppen gebildet, die dann einen vorgegebenen Begriff entweder pantomimisch oder am PC mit „Paint“ so darstellen sollten, dass die Gruppe diesen Begriff erraten konnte (Zitat Niklas H.: „Chiller 3000“).

Am nächsten Abend wurden Videos und Fotos gezeigt, die auf der Piste gemacht worden waren. Außerdem wurde an diesem Abend die Wahl zur Pistensau vorgenommen. Diesen Titel erhielt Matthias für gefährdendes Fahren. Als Strafe musste er sich am nächsten Morgen schminken lassen. Die nächsten „Pistensäue“ wurden dann Gerrit, Santo und Torsten, wobei die Nominierung von Torsten keinen wirklichen Grund hatte.

Montag wurde die „Mini-Playback-Show“ veranstaltet. Es war der Abend, wie viele fanden, der Abend mit der besten Stimmung. Zehn Showeinlagen (Massive Töne, Spice Girls, Udo Jürgens (Tom und Jerry), Aaron Carter, Wolle Petry, „Was müssen das für Bäume sein“, „Time of my life, Abschlussmedley) gab es. Sogar die Lehrer gaben sich die Ehre und performten ein Stück. Nach jeder Einlage bewertete die nicht immer ganz objektive Jury, bestehend aus Torsten alias „Deine-Seine-Meine Mudda“, Ole, Wilko alias Bruce, Kai alias Niklas! und Sven alias Dieter Bohlen (Zitat: „Ich fand’s gut, weil ich bin jetzt geil“) . Am Ende standen nach kurzer Denkpause der Jury die Sieger fest. Der dritte Platz ging an „Wolle Petry“, der zweite an „Time of my life“ und der erste an die letzte Gruppe, die verschiedene Stücke zusammengeschnitten hatte. Nach der Show, die Max grandios leitete, gingen einige mal wieder ins „Nevada“.

Am Dienstag suchten viele das örtliche Schwimmbad zur Entspannung auf, andere blieben im Wieserhof. Am Abschlussabend zeigten zunächst alles Rallyegruppen die Hänsel und Gretel Variationen (Musical, Plattdeutsch, Oper, Rap, Soap, Ballett). Anschließend wurden die Rallyeergebnisse verlesen, wobei noch einige Gruppen ihr selbstgeschriebenes „Meransen-Lied“ vorführen mussten. Gruppe 2 gewann vor allem durch eine sehr gute Leistung beim Sudoku. Die Siegerehrung übernahm Frau Wietoska.

Forst-Bier, Show und gute Stimmung bestimmten also alle Abende

 

Viele kleine Schritte führten zum Erfolg und spätestens am Ende von Tag zwei konnten alle Anfänger relativ gut fahren. Die Fortgeschrittenen Skifahrer sowie die Lehrer waren sehr erfreut als dann alle zusammen dieselben Pisten gefahren sind. Unterschiede, teils erhebliche, gab es noch, aber immerhin Trotz der verschiedenen Fähigkeiten ließen sich die Schüler nicht daran hindern Gruppen für die Pisten-Rally zu bilden, diese Teams bestanden aus guten und weniger guten Fahrern. Tolle Teams waren das und man muss dazu sagen, dass alle sich sehr viel mühe beim Schminken und Verkleiden gegeben hatten und sehr süß aussahen. Keine Aufgabe war zu schwer und kein Hindernis zu groß, letztlich konnte dann doch nur eine Gruppe gewinnen.

Aber es war ein tolles Erlebnis. Jeder Tag auf der Piste war einfach ein großer Erfolg für alle, jeder machte irgendwo seine Fortschritte und bis auf einen leichten Ausfall am letzten Tag, blieben wir verschont von jeglichen Verletzungen.

 

Der 26.1.2007 war der traurige Tag der Abreise. Nach dem Aufräumen, Packen und dem letzten Abendbrot im Wieserhof mussten wir leider das Feld räumen und in den Bus einsteigen.

Die Stille und das ruhige Atmen der schlafenden Schüler, verriet uns das die letzten Tage wohl nicht spurlos an uns vorbei gezogen sind. Skifahren kombiniert mit sehr viel Spaß macht halt müde. So kam uns die Rückfahrt sehr viel kürzer vor und wir verschliefen auch so manche Pause.

Angekommen am UEG, war erstmal große Wiedersehensfreude, aber bei manch einem bestimmt auch ein Wenig Wehmut und Fernweh…

 

dsc02800bearbeitet

 

Franziska Cramer, Jenne Scobel, Lukas Kumke, Jan-Christoph Dröge, Claas Geiken