Seit dem Herbst 2005 betreibt die Lebenshilfe Leer die Cafeteria an unserer Schule. Es werden Snacks für zwischendurch, aber auch preiswerte Mittagsmenüs angeboten, die von den Mitarbeitern, die alle eine geistige Behinderung haben, an den Mann oder auch an die Frau gebracht werden. Alle der Beschäftigten haben eine feste Aufgabe, die ihren Fähigkeiten angepasst sind. Nicht nur auf diese Fähigkeiten, sondern auch auf andere Sachen bezogen, wie zum Beispiel Alter sind die fünf eine bunt gemischte Truppe.
Zuerst wäre da Birgit Gruber. Sie, 37 Jahre alt, ist die Leiterin der Cafeteria und somit eine der 250 Personalangestellten der Lebenshilfe Leer. Sie beaufsichtigt die Behinderten und packt, genau wie die anderen, da mit an wo es gerade etwas zu tun gibt. Wie auch ihre Schützlinge hat Birgit Familie. Sie ist verlobt und hat zwei Kinder.
Tanja Borrmann(33) ist ebenfalls verlobt und lebt mit ihrem Lebensgefährten zusammen. Wenn sie bei uns in der Schule ist, steht sie hinter dem Tresen und verkauft zusammen mit Antonius Müller Getränke, Snacks, belegt Brötchen & Essensbons*. Toni lebt bei seinen Eltern und hat im Gegensatz zu den anderen lediglich eine Lernbehinderung.
Hinter den Kulissen walten Maria Bouland und Valentina Kalabina. Die 54-jährige Maria belegt die Brötchen und bereitet die Salate zu und sorgt so für Nachschub wenn wir die Brötchen und Salate weggekauft haben, außerdem ist sie diejenige die das Mittagsessen ausgibt. Anders als ihre Kollegen lebt sie alleine.
Valentina, Mutter einer Tochter lebt im Wohnheim der Lebenshilfe, ihre Tochter bei der Oma. Sie reinigt die Küche und den Sozialraum der Cafeteria, wenn sie nicht gerade Arbeit von uns bekommt und abwaschen muss. So sorgt die 31 Jahre alte Frau für hygienische Sauberkeit.
Doch nicht nur in unsere Schule ist die Lebenshilfe Leer e.V., eine soziale, gemeinnützige Einrichtung für behinderte Menschen, aktiv. In den unterschiedlichen Werksatätten können die insgesamt rund 700 zu Betreuenden verschiedene handwerkliche Berufe erlernen.
*Weil viele Schüler mittags plötzlich ein Menü haben wollen, ohne sich vorher einen Bon gekauft zu haben, ist die nötige Menge an Essen die benötigt wird unkalkulierbar und oft muss daher Essen weggeworfen werden oder es ist nicht genug da. Deshalb wird nach den Sommerferien nur noch an diejenigen Essen ausgegeben, die sich rechtzeitig eine Essensmarke gekauft haben. Das gilt auch für Lehrer. Außerdem ist eine Marke für nur einen Schüler gedacht.
Ein anderes Problem stellen die selten eingehaltenen Cafeteriaregeln da. Jeden Tag aufs Neue liegt viel zu viel Müll rum und die beiden Räume sind unaufgeräumt und unansehnlich.