Aggressive Räume


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  • Einleitung

 

 

 

 

 

 

 

Gruppe 1

 

Das prägnanteste Geräusch im ganzen Raum sind die Flötenklänge, sie wurden während einer Musikunterrichtsstunde in einer 5. Klasse aufgenommen. Die hohen Frequenzen und einige schiefe Töne zeigen eine musikalisch aggressive Seite des Unterrichts. Die Klangspuren wurden teilweise übereinander gelegt und verzerrt, hierdurch wird das Klangbild noch diffuser.

Begleitend durch die ganze Installation ist das Ticken einer Uhr, dies unterlegt das Stück mit einem Rhythmus und symbolisiert die immer wiederkehrenden Themen der Schulzeit. Durch die Verlangsamung gegen Ende wird gezeigt, dass gegen Ende einer Stunde auch manchmal die Pause ersehnt wird und die Zeit in Zeitlupe zu vergehen schein.

Andererseits wird das Geräusch gegen Ende stark verzögert und verfremdet. Der stilisierte Hall und die nervöse Atmosphäre zeigen den Stress und die Hektik der Schule, in die viele Komponenten mit einfließen.

Allgemein wird gegen Ende der Installation das Klangbild stark verzerrt und es endet im Chaos, das letztendlich durch das Klingeln der Schulglocke unterbrochen wird.

 

Gruppe 2

 

Auf Ihrer Reise durch die Welt der Klänge und Geräusche treffen Sie nun in diesem „aggressiven Raum“ auf ein Fach, das man wohl als das „aktivste“ bezeichnen kann: den Sportunterricht.

In unserer Klanginstallation können Sie die spezifischen Geräusche des Volleyballspielens, an unserer Schule eine sehr beliebte Sportart, wahrnehmen. Als typische Geräusche können Sie hier beispielsweise das Quietschen der Schuhe, das Aufprallen der Bälle auf den Boden, die lauten Rufe des Sportlehrers durch die Halle, um sich Gehör zu verschaffen, und die  freudigen Gespräche der Schüler hören. So wird eine gewisse Hektik und Aktivität in der Schule deutlich.

Zusätzlich konnten für jeden der „aggressiven Räume“ Tür-, Fenster- und Stuhlgeräusche, sowie verschiedene Moll-Akkorde mit ihrem traurigem, melancholischem und unruhigem Klang verwendet werden. Für die Akkorde, die wir für Sie aus eigenen Kompositionen zusammengestellt haben, standen uns drei Geigen, ein Violoncello und ein Klavier zur  Verfügung und dadurch, dass wir diese Klänge in der Aula aufgenommen haben, kommt der Konzert- und Echoklang auch ein bisschen zur Geltung.

Diese charakteristischen Schulklänge wurden von uns am Computer verfremdet und neu zusammengestellt. Veränderung der Frequenz oder andere Echoeinstellungen lassen die uns doch so bekannten Geräusche völlig anders klingen und es kommen alle möglichen Varianten eines Tones, einer Stimme oder eines Geräusches zu Stande.

Wir wünschen Ihnen noch viel Spaß und lassen Sie sich mitreißen von der fantastischen Welt der modernen Musik .

 

Gruppe 4

 

Dieser Raum strahlt eine aggressive Stimmung aus, die durch den das Stück begleitenden Grundtenor unterstützt wird. Dieser ist eine immer fortwährende, schnelle, fast hektische Tonrepetition und repräsentiert die sich jeden Tag wiederholenden Elemente der Schule. Er unterstreicht das Stück mit einem Rhythmus, der sich allerdings in dem Stück verändert und somit eine Unregelmäßigkeit mit sich bringt. Die anderen Klänge stellen dann aber die verschiedenen Situationen der Schule, wie das Gefühl auf dem Pausenhof zu stehen, die Einführung einer neuen Sprache im Unterricht oder ähnliche Situationen aus dem Schulleben dar. Die Atmosphäre wird durch die unruhige rote Färbung des Raumes untermalt. Am besten treten sie einfach ein und lassen die Führung durch die Klanginstallation auf sich wirken, ihre Phantasie spielen und nehmen die Schulwelt in sich auf!

 

   

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Stand: 28. April 2005.